LIQ`s House Of Peace

Zug der Erinnerung – Children of the Holocaust

Geschrieben von Liberty City-Team am 12. März 2009

Der gemeinnützige Verein „Zug der Erinnerung”, gegründet im Juni 2007, versucht in ausrangierten Zugwagons die Geschichte der europäischen Deportationen durch die Erforschung und Präsentation einzelner Biografien dem Besucher mitfühlbar zu machen. Besonderes Augenmerk gilt dem Schicksal der unzähligen Kinder im Dritten Reich und deren Deportation mit der Reichsbahn zu den einzelnen Vernichtungslagern.

Die Deutschen Bahn zeigte sich nicht bereit, auf die Erhebung von Trassen- und Stationspreisen zu verzichten oder – da dies nach Angaben der Bahn aus rechtlichen Gründen nicht möglich sei – diese durch Spenden auszugleichen.

Bisher entstanden so dem gemeinnützigen Verein „Zug der Erinnerung” Kosten von mehr als 100.000 Euro. Herr Mehdorn und die Bahn sind nach wie vor nicht bereit, auf die Organisatoren dieses wertvollen Projektes zuzugehen.

Der Tarif  der Reichsbahn betrug 1942 für die Personenbeförderung in der 3. Klasse
vier Pfennig pro „Personenkilometer“, Kinder unter zehn Jahren zahlten die Hälfte, Kinder unter vier Jahren fuhren kostenlos in den Tod.
Mengenrabatt gewährte die Reichsbahn auch:
Ab 400 Personen wurden Preisnachlässe für die Sonderzüge, die für ihre Insassen den sicheren Tod bedeuteten, gewährt. In Deutschland waren die Fahrtkosten von den Juden selbst zu entrichten und direkt an die Gestapo abzuführen

Ungefähr drei Millionen Menschen transportierte die Bahn in die Vernichtungslager, wie NS-Forscher recherchierten.

Man tritt gewiss niemandem zu nahe, stellt man kühl und sachlich fest: De facto verdiente die (Deutsche) Bahn früher – und sie tut es heute wieder – am Holocaust.
Damals an den Deportationen, heute an der Erinnerung von Menschen, die nicht so schnell und leichtfertig vergessen, wie Herr Mehdorn.


Nachfolgend ein Link zum „Zug der Erinnerung”, sowie zwei Videos, welche Schrankdackel und ich nach dem Besuch dieser Ausstellung erstellt haben.
Im Weiteren die englische Originaldokumentation über das Mädchen Agnes Lebovics aus der Liste über die durch den Holocaust ums Leben gekommene Kinder„ Children of the Holocaust”, stellvertretend für rund eine Million durch die Nazis ermordete Kinder jüdischer Herkunft sowie Roma und Sinti.


Zug der Erinnerung

Agnes Lebovics was born on April 13, 1939 in Czechoslovakia. Her family and her were Jewish. Both of her parents lost their jobs and her father was forced to work in a labor camp but he got to come back and visit his family once in a while.

In 1944 Agnes, Agnes’s mother, and Agnes’s little sister, Eva, were forced into a ghetto with thousands of other Jewish families. About 2 months later her whole family was transported to the Auschwitz death camp. As they stood in line a woman came up to Mrs. Lebovics and told her that if she wanted her children to live she should give them to her mother and say that they weren’t hers so she could go into the line of people to work. She asked her father what to do and he said to give the children to her mother.

She went in the other line and when her daughters called to her she ran back to them. Then a Nazi soldier beat her back into line. Then Agnes, Eva, their grandmother and great grandmother were taken straight to the gas chambers and were murdered. Agnes was five and her sister Eva was only three

Children of the Holocaust

12 Antworten zu “Zug der Erinnerung – Children of the Holocaust”

  1. korrektus sagte

    Die Reichsbahn mit ihren Berufsbeamten arbeitete deutschgründlich.
    Vorschriften und Erlasse mit ihren Fußnötchen ersetzten Herz und Verstand.
    Wer ausscheren wollte riskierte seinen genormten Beamtenpopo und verlor vielleicht sogar sein bestes Stück, nämlich seine hart ersessene Beamtenuniform, mit der imponierenden und Respekt einflößenden Schildmütze, verziert mit der Kokarde als hoheitliches Zeichen.
    Es wurde nach Tarif gezählt und abgerechnet, und das mit der allseits geliebten deutschen Gründlichkeit.
    Wir waren die besten Heilsrufer, haben bis vor kurzem noch in Teilen Deutschlands den Kommunismus hoch leben lassen und versucht Marx zu marximieren. Auch als Superdemokraten finden wir unsere Erfüllung, koste es was es wolle…Hauptsache wir haben mindestens einen Vordenker der uns die Sache erleichtert, und ist er nicht zur Stelle, dann, ja dann gibt es ja immer noch die Bibel des deutschen Michels, nämlich genannte Vorschriftle und Erläßle, mit den Fußnötle…,was will man mehr…!
    Und da wundert dich, sehr geschätzter SchVVarzer Peter, das Verhalten der Bahn?
    Herz und Hirn werden auch dort ersetzt durch die Meinung und Anordnung des Chefs, Onkel Mehdorn, oder halt durch die ZDdDB’s, den “Zentralen Dienstvorschriften der Deutschen Bahn AG”.
    An seinen heiligen Vorschriften wird festgehalten, früher und heute gleichso. Da könnte ja jeder kommen und Forderungen stellen, sowas Unmögliches aber auch, fast schon ein Beamtenschreckgespenst.
    Auch die heutigen Bähnler -wenn auch meist im Angestelltenstatus- sind vorschriftenkonform; und wenn nicht, ist Flugtag, und der HartzIV Abgrund ist nicht weit. Also lautet das Motto: “Wenn es sein muss, Augen zu und durch, ich kann ja nichts dafür, die da oben sind schuld, und von Herzenswärme kann ich mir nichts kaufen.

    Anmerkung: Gruß an alle LIQisten, die das Blog verteufeln, nie mitlesen, sich furchtbar und im Kindergartenjargon über die Protagonisten hier auslassen, versuchen alles schlecht zu schreiben………

    …und doch immer bestens über die Geschehnisse hier informiert sind.

    Ist wie mit der Bild Zeitung, alle kaufen sie nur wegen dem “Sport-Teil”!
    (Wobei die Bild mit diesem Blog soviel zu tun hat, wie ein Schwein mit dem Klavier spielen *lol*)

    Na, Quati, Hony und Konsorten, jetzt habt ihr wieder was zum Quatschen… obwohl, ihr lest ja hier niemals mit.

    Euch, Peter und Hartmut, vielen Dank für euer Engagement und: “Wer auf dem Berg steht, muss den Sturm ertragen können”.

  2. Sodele, mein Video “Zug der Erinnerung – Children of the Holocaust” ist nun auch eingestellt. Die Dackeldame hatte es, da ursprünglich gleicher Titel und gleiche Veröffentlichungszeit, bei YouTube rausgekegelt. ;-)

  3. Shakesbier sagte

    Mein lieber Freund Korrektus,

    was die “Diesen-Blog-nicht-Lesenden” betrifft, es ist doch die eigene Unfähigkeit, die solche Menschen dazu veranlasst, sich derartig abfällig über diesen und auch andere Blogs zu äußern.

    Mein Motto ist, nur wer es selbst besser kann, darf sich die Arroganz leisten, über Andere schlecht zu schreiben bzw. zu reden.

    Was den “guten Herrn” Mehdorn betrifft, ich habe “die Sache” verfolgt und bin sprachlos über ein derartiges Verhalten, sowohl von ihm, als auch von der Deutschen Bahn.
    Ich frage mich, ob der heutige Gruppentarif wohl ein altes Überbleibsel der DRG ist?

  4. hartmut006 sagte

    korrektus;
    mir ist von Peter bekannt dass er eine ganze Weile hier ” oben ” zugebracht hat, ich selbst bin Norddeutscher und wohne immer noch hier ” oben ” , wir sind winderprobt, wir trotzen Sturmfluten und da soll uns jemand den es nicht gibt etwas anhaben können? *rofl* :-) Wo sind die Schreihälse die Du nicht benannt hast? Hier nicht! Wir stellen fest dass hier User mitlesen die auch etwas zu sagen haben.

    @ Na, Quati, Hony und Konsorten, jetzt habt ihr wieder was zum Quatschen… obwohl, ihr lest ja hier niemals mit @

    LG Hartmut

  5. lycosuserin sagte

    Der Mensch muss nicht alles mögen, gar schätzen, was dieses Blog als wichtig, interessant, somit lesenswert erachtet und veröffentlicht. Die kath. Kirche stand und steht im Focus, ein uraltes Thema, dennoch immer wieder genug Stoff für spannende Diskussionen. Somit darf man die letzten Beiträge als durchaus gelungen, und Weg in die richtige Richtung betrachten.
    Die Lebensgeschichte von Aleeke durfte der Zeitreisende hautnah miterleben, dank der mitfühlbaren Erzählung, authentisch und spannend vom ersten bis zum letzten Wort.
    Das Gleiche gilt für die bewegten und bewegenden Bilder, einer passend und harmonisch illustrierte Reise in die dunkelste Vergangenheit, deutscher Geschichte. Bilder und Text des Videos ergeben eine treffliche Harmonie zur ausgewählten Musik.
    Mit solchen Beiträgen könnte es auch gelingen das Schmuddelimage dieses Blogs auf Dauer abzulegen. Ich bin sicher weit davon entfernt eine Bewunderin des Schwarzen Peter zu sein, zu den letzten Beiträgen muss ich allerdings sagen: Chapeau!

  6. hartmut006 sagte

    @lycosuserin sagte Mit solchen Beiträgen könnte es auch gelingen das Schmuddelimage dieses Blogs auf Dauer abzulegen. @

    Bis gerade eben war mir nicht bewusst, dass wir ein Schmuddelimage haben, unsere treuen Leser sind bisher völlig anderer Meinung.
    Ein Blog mit Schmuddelimage der auch destruktive Kritik veröffenlicht ? Wie passt das zusammen? Dies ist eine Kritik die ich nicht einfach unwidersprochen hinnehmen kann.Vehement wehre ich mich dagegen.
    LG

  7. @Lycosuserin, nahezu jedes Blog im Dunstkreis von Lycos polarisierte, hatte also wohlgesonnene Leser als auch Skeptiker oder gar Kritiker, welche die Linie bestimmter Blogs konsequent ablehnten. Kontroverse Diskussionen von beiden „Lagern“ geführt, machten bedauerlicherweise nicht immer an der Grenze des guten Geschmacks halt – und ich werde den Teufel tun, mir diesbezüglich einen „Persilschein“ auszustellen.
    So gesehen liegt es in der Natur der Dinge, dass jeder für sich selbst bestimmte Blogs als „Schmuddelblog“ wahrgenommen hat – das gute Recht eines jeden Lesers.
    Der eine mag mehr, der andere weniger „geschmuddelt“ haben, gerne würde ich für uns das „“weniger“ in Anspruch nehmen wollen, aber auch hier muss ich dem Leser seine Meinung belassen und sein Recht auf eben diese seine freie Meinung akzeptieren.
    Kritik ist selten bis nie angenehm, aber notwendig um Stillstand oder gar Rückschritt zu vermeiden, daher ist mir sachliche Kritik, wie von Dir vorgetragen, allemal lieber als Perma-Jasager.

  8. lycosuserin sagte

    Hartmut, es lag nicht in meiner Absicht das Thema Schmuddelimage mit Dir zu vertiefen, hätte es nicht Genüge getan, meine Kritik als solche, ggf. stillschweigend, zu akzeptieren? Also beschwere Dich nun auch nicht über meine detaillierten Ausführungen, Du hast es so gewollt.
    Älteren Menschen wird gerne eine gewisse Vergesslichkeit nachgesagt, muss ich Dir nun wirklich auf die Sprünge helfen?
    Lycos lasse ich bewusst aus dem Spiel, denn da haben sich viele selbsternannte Oberlehrer, von allen Seiten, die Finger schmutzig gemacht, zudem werde ich von Dir nicht als Psychologe bezahlt, um gemeinsam mit Dir Deine Fehltritte im Internet aufzuarbeiten.
    Erinnern möchte ich dich aber doch an Deine Blogpräsens gegenüber Deinen Lesern „Der Gute Rat“ und „Ria“. Da muss ich Dir Recht geben, was Du da abliefertest war keine Schmuddelei sondern allerunterste Schublade, selbst die Intimsphäre und das Recht am eigenen Bild und Text hast Du mit Füßen getreten.
    Denke einfach ein wenig darüber nach, bevor Du wieder einmal glaubst, ach so unverstanden zu sein und Dich vehement wehren zu müssen.
    Selbst ein bärbeißiger, kauziger Altersdespot wie Du sollte bei Zeiten erkennen, wann und wo er den Bogen überspannt hat, alles andere würde Dein Gerede über Toleranz, Meinungsfreiheit und Liberalität in Deinem Blog ad absurdum führen.

  9. lycosuserin sagte

    Schwarzer Peter, Deinen Kommentar belasse ich unkommentiert, habe schon Schlechteres von Dir gelesen.

  10. hartmut006 sagte

    Siehst Du L. das ist dass was diesen Blog auszeichnet, wir erlauben uns auch Deine Kommentare einzustellen, wobei ich die von Peter angeführte Sachlichkeit nicht erkennen kann, aber das liegt vielleicht an meiner Demenz, die Du ihm nicht dankst.Aber sein Bestreben um Vermittlung, oder Harmonie kommt leider bei einigen Menschen nicht an, sie verstehen es einfach nicht. Er ist von uns beiden wirklich derjenige der eher bereit ist auf den anderen zuzugehen.

    Zu dem Guten Rat nur noch soviel, danach wird von mir hier kein Wort mehr darüber eingestellt, er hat mich in verschiedenen Foren und auch bei Lycos angegriffen, vergessen?

    Ich habe darauf reagiert.

    p.s.
    Es ist nicht mein Blog, Peter und ich sind gleichberechtigte Partner, das ist also auch geklärt. :-)

  11. lycosuserin sagte

    Hartmut, offenbar möchtest Du einfach nicht verstehen? Bisher bin ich immer sachlich geblieben, was auch weiterhin der Fall sein wird. Meinen Kommentar eingestellt zu haben, besonderes hervorzuheben, wäre nicht nötig gewesen, denn so was gehört zum Selbstverständnis eines aufrechten Demokraten und seriösen Blogbetreibers.
    Auf etwaige Angriffe, ob nun von „Der Gute Rat“ oder jemand anderem, ANGEMESSEN zu reagieren, ist das selbstverständliche Recht eines Jeden. Was ich Dir ankreide ist, WIE Du darauf reagiert hast, nämlich durch die zuvor von mir schon erwähnte Verletzung von Bild, Text und Intimsphäre. Lass uns hiermit das Thema beenden, vielleicht kehrt bei Dir doch noch irgendwann die Einsicht ein, anzuerkennen, wie, um auf meine Worte Eingangs zurückzukommen, sehr Du geschmuddelt hast. Und glaube mir, „schmuddeln“ ist für dieses Verhalten von Dir eher geschmeichelt.
    Ironisch zu der von Dir erwähnten größeren Toleranz des Schwarzen Peter angemerkt: Ist es denn wichtig für den Leser Eures Blogs, wer von Euch den guten Bullen und den bösen Bullen spielt? ;-)

  12. Shakesbier sagte

    Guten Abend.

    Ich gebe zu, ich bin ein wenig desorientiert.

    Lese ich hier doch von “Schmnuddelkram” bzw. Schmuddelblog; meine Herren – gibt es denn tatsächlich nichts Anderes über das sich zu diskutieren lohnt?
    Der Beitrag zu dem wir hier kommentieren, dreht sich einzig um deportierte Kinder im Dritten Reich – um NICHTS anderes!

    Ich bin der Meinung, dass dieses Thema einfach zu brisant ist, als dass man hier “off topic” diskutiert!

    DIR HARTMUT sei gesagt, dass Du oftmals das LOB in der Kritik nicht zu erkennen vermagst, es gab KEINERLEI Veranlassung auf den – wie ich meine – gut gemeinten Kommentar von LYCOSUSERIN neagtiv zu reagieren. Nicht hinter jeder wohlgemeinten Äußerung steckt ein “Böser”.

    Könnten wir denn also zum Thema dieses Beitrages zurück kommen?
    Ich für meinen Teil, kann hier in den Kommentaren der “L” KEINE weitreichende Provokation oder dergleichen erkennen.

    Einen schönen Abend wünsche ich allerseits.

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